FAQ

Sie haben noch Fragen?
Hier finden Sie die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.
Sollte Ihre Frage nicht beantwortet werden, können Sie sich gerne an das Studienmanagement wenden.

Vor dem Studium

Wer ist Zielgruppe des Master-Studiengangs „Europäisches Verwaltungsmanagement“?
Zielgruppe sind Hochschulabsolventinnen und -absolventen, insbesondere einer Hochschule für öffentliche Verwaltung oder aus den Bereichen Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften, die sich für einen Karriereeinstieg mit europäischen Bezügen in Kommunen, Landes- und Bundesministerien oder europäischen Verwaltungen qualifizieren möchten.

Wie viele Studienplätze bietet der Masterstudiengang?
Es stehen 25 Studienplätze zur Verfügung.

Wann ist die Bewerbungsfrist für den Masterstudiengang? Wann ist Studienbeginn?
Die Bewerbungsunterlagen müssen bis spätestens zum 20. Juni eines jeden Jahres bei einer der beiden Hochschulen eingereicht werden. Studienbeginn ist jeweils im Oktober.

Welche Voraussetzungen muss man als Bewerber um einen Studienplatz erfüllen?
Zulassungsvoraussetzung ist ein erster Hochschulabschluss an einer (Fach-)Hochschule oder Universität im Umfang von mindestens 180 ECTS-Credits. Es muss ein mit überdurchschnittlichem Ergebnis abgeschlossenes Studium der Verwaltungswissenschaften – insbesondere an einer Hochschule für öffentliche Verwaltung – oder der Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften oder ein vergleichbare Abschluss nachgewiesen werden können.

Welche Nachweise und Dokumente muss ich für die Bewerbung vorlegen?
Auf der Homepage des Masterstudiengangs unter Bewerbung ist der Bewerbungsantrag als Download verfügbar. Dieser enthält alle Informationen, wie eine Bewerbung auszusehen hat. Die Bewerbung ist schriftlich einzureichen.

Wird ein Auswahlverfahren bei der Bewerbung durchgeführt?
Auf Grundlage der schriftlichen Bewerbung kann eine Einladung zum Auswahlverfahren erfolgen. Das Auswahlverfahren – nach der Zulassungssatzung als „Eignungsfeststellungsverfahren“ bezeichnet – findet jeweils im Juli statt. Es besteht aus einem Bewerbungsgespräch, das unter anderem eine argumentative Auseinandersetzung zu einem aktuellen europapolitischen Thema auf englischer Sprache beinhaltet.

Welche Sprachkenntnisse sind erforderlich?
Es müssen in der englischen Sprache fortgeschrittene Kenntnisse vorhanden sein. Als Nachweis können hierfür Zertifikate wie der TOEFL-Test oder das Cambridge-Certificate dienen. Deutsche Bewerberinnen und Bewerber können auch ihre Allgemeine Hochschulreife als Nachweis verwenden.
Fortgeschrittene Grundkenntnisse in Französisch sollten spätestens zu Beginn des zweiten Semesters vorliegen.

Während des Studiums

Wie gestaltet sich das viersemestrige Studium?
Das erste Semester findet an der Hochschule Ludwigsburg statt. In diesem Semester erfolgt die Vermittlung inhaltlichen Grundlagen- und Methodenwissens in sämtlichen Teildisziplinen der Europawissenschaften (insbesondere Europarecht, Politikwissenschaft, Steuerrecht, Volkswirtschaftslehre, Interkulturelle Kommunikation). Das in diesem Semester erlangte multi- und interdisziplinäre Verständnis europäischer Fragestellungen dient dazu, mit einem guten akademischen Rüstzeug dem Kehler Studienangebot im zweiten Semester folgen zu können. Die Studiengestaltung in Kehl bindet in hohem Maße Praktiker z. B. aus nationalen Verwaltungen oder der Europäischen Kommission in das Studium ein, um so den Praxisbezug zu stärken. Das sich anschließende Praxissemester sieht ein Auslandspraktikum in einer Verwaltungsbehörde mit europäischen Bezügen vor und bietet die Chance, sich für ein halbes Jahr mit europäischen Themen in der Praxis zu beschäftigen. Das vierte Semester dient der Anfertigung der Master-Thesis. Diese im Schnitt 100-seitige Arbeit dient dazu, wissenschaftliche Problemstellungen mit einem klar erkennbaren Praxisbezug zu durchdringen und methodisch zu untersuchen.

Wie kann ich mich auf das Studium vorbereiten?
Vor Studienbeginn erhalten Sie einen Studienführer, der alle Informationen für das erste Semester enthält und deshalb für Sie ein wichtiges Nachschlagewerk für Ihre Studienzeit an der Hochschule Ludwigsburg sein wird. Um eine vollständige und reibungslose Einführung in die Studienorganisation in der Einführungswoche zu gewährleisten, bringen Sie den Studienführer bitte schon vorbereitet zum Studienbeginn mit. Detailfragen werden dann an einer Einführungsveranstaltung direkt geklärt.

Werden Fremdsprachen während des Studiums unterrichtet?
Im Modul 8 „Fremdsprachliche Kompetenz“ absolvieren die Studierenden im ersten Semester einen Sprachkurs in Englisch. Hierbei werden die Studierenden auf gehobenem Niveau mit Vokabeln und Techniken vertraut gemacht, die für administrative Tätigkeiten in den Arbeitsfeldern der Europäischen Union verwendet werden. Es findet z. B. ein Workshop mit dem Thema „Verhandlungsenglisch für EU-Verhandlungen in Brüssel“ statt. Im zweiten Semester in Kehl besteht das Modul 8 aus einem französischen Sprachkurs. Die Studierenden lernen die notwendigen Französischkenntnisse, damit sie in der Lage sind, im europäischen Kontext auf Französisch kommunizieren zu können.

In welcher Sprache wird der Unterricht abgehalten?
Die Hauptunterrichtssprache ist Deutsch. Etwa 20 – 25% der Veranstaltungen sind auf Englisch oder Französisch. Neben den beiden fremdsprachlichen Kursen werden einzelne Kurse wie z. B. der Kurs European Public Policies“, der an der Universität Straßburg im Kehler Semester stattfindet,  auf Englisch gehalten.

Wie lange dauert das Auslandspraktikum im dritten Semester und wo soll es stattfinden?
Das Praktikum im Ausland dauert sechs Monate.
Die Studierenden können selbst wählen, wo sie das Praktikum absolvieren möchten. Folgende Voraussetzungen müssen dabei erfüllt sein:

  • Die Praktikumsstelle muss Einblick in EU-relevante Berufsfelder gewähren und die Studierenden sollen mit den Anforderungen und Arbeitsweisen der europäischen Verwaltungspraxis vertraut gemacht werden.
  • Das Praktikum muss im Ausland – nicht im Heimatstaat – absolviert werden.

Überblick über mögliche Praktikumsstellen:

Kommunen Büro der baden-württembergischen Kommunen in BrüsselEuropabüro des Deutschen Städte- und Gemeindebundes
Land / Bund Vertretung des Landes Baden-Württembergs bei der EUStändige Vertretung Deutschlands bei der EU
EU-Institutionen Abgeordnetenbüro im Europäischen ParlamentEuropäische Kommission
Wirtschaft Konzernrepräsentanz einzelner multinationaler Unternehmen
Verbände Verband kommunaler Unternehmen in BrüsselDeutscher Industrie- und Handelskammertag in Brüssel
Internationale Organisationen EuroparatOrganisation für Europäische Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
usw. Einrichtungen der grenzüberschreitenden ZusammenarbeitCentre de Formation des Collectivités Territoriales (CFCT) in Mali

Welche Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für das Auslandspraktikum?
Es stehen verschiedene Fördermöglichkeiten wie z. B. das Baden-Württemberg-Stipendium, ERASMUS, PROMOS etc. zur Verfügung. Genauere Information können beim Akademischen Auslandsamt in Kehl oder Ludwigsburg eingeholt werden.

Ist der Masterstudiengang nach BAföG förderfähig?
Der Masterstudiengang „Europäisches Verwaltungsmanagement“ baut auf einem Bachelor-Studiengang auf und ist damit nach § 7 Abs. 1a BAföG förderfähig. Nähere Informationen erteilen die zuständigen Studentenwerke Stuttgart oder Freiburg.

Nach dem Studium

Welche beruflichen Perspektiven bieten sich nach dem Abschluss des Masterstudiengangs?
Mit Fortschreiten der Europäischen Integration werden in vielen Berufsfeldern zunehmend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt, die über eine europaorientierte Ausbildung verfügen und in europäischen Zusammenhängen handlungsfähig sind. Dies gilt besonders für den Öffentlichen Dienst: Ein Bedarf an europabezogener Ausbildung besteht vor allem in Hinblick darauf, dass das Verwaltungshandeln in zunehmendem Maße durch die Anwendung von europäischen Rechtsnormen bestimmt wird. Eine berufliche Perspektive ist daher in einer Beschäftigung in öffentlichen Verwaltungen auf kommunaler, Landes-, Bundesebene, aber auch auf europäischer Ebene zu sehen.

 

In welchen Bereichen sind die Master-Absolventinnen und -Absolventen heute tätig?
Zahlreiche Masters haben in Baden-Württemberg und darüber hinaus wichtige europabezogene Positionen inne. Aus einer Befragung aus 2013 von mehr als 140 Absolventinnen und Absolventen (Rücklaufquote 36,4 Prozent) gibt ein Drittel der Befragten an, dass sie in Kommunalverwaltungen anspruchsvolle und vielseitige Tätigkeiten mit Europabezügen ausüben. Gut ein Viertel arbeitet in Landesministerien und -ämtern und ca. ein Drittel in sonstigen Einrichtungen des öffentlichen Sektors. In europäischen Institutionen sind sechs Prozent tätig. Für eine Karriere in privatwirtschaftlichen Unternehmen haben sich acht Prozent entschieden.

Auszug über den Verbleib der Absolventinnen und Absolventen:

Kommune

Europakoordinatoren in Landkreisen und Städten Baden-Württembergs Fachbereichsleiter großer Städte
Leiter des Büros der baden-württembergischen Kommunen in Brüssel

Land Referenten in Ministerien Baden-Württembergs oder anderer Bundeländer
Referent in der Vertretung des Landes Baden-Württembergs bei der EU
Bund Referentin beim Bundesverwaltungsamt
Referent bei der Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund
EU Mitarbeiter bei Abgeordneten im Europäischen Parlament
Desk Officer bei der Europäischen Kommission
Wirtschaft Unternehmensberaterin bei Ernst & Young
Projektmitarbeiter bei der Bechtle AG
Verbände Referatsleiterin bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Brüssel
usw. Projektmitarbeiter in baden-württembergischen Hochschulen
Projektleiterin beim Steinbeis-Europa-Zentrum

 

Bereitet das Studium auf die spätere Arbeit in einer EU-Institution vor?
Die Inhalte des Master-Studiengangs zielen auch auf einen späteren Einsatz in einer europäischen Institution wie der Europäischen Kommission oder dem Europäischen Parlament ab. Dafür wird ein Training angeboten, das die Studierenden auf das Concours-Verfahren (Auswahlverfahren) der EU-Institutionen für eine mögliche Karriereplanung auf europäischer Ebene vorbereitet.

Ist mit dem Master-Abschluss der Zugang zum „Höheren Dienst“ gewährleistet?
Der erfolgreiche Abschluss des Masterstudiengangs stellt eine Bildungsvoraussetzung für den Zugang zum „Höheren Dienst“ der öffentlichen Verwaltung dar. Eine Bewerbung um eine Stelle im „Höheren Dienst“ ist damit möglich. Der Abschluss begründet jedoch keinen Automatismus.

Kann ich mit diesem Master-Abschluss promovieren?
Ein 300 ECTS-Punkte wertiger Master-Abschluss eröffnet grundsätzlich die Promotionsmöglichkeit an einer Universität, wenn eine gute Master-Abschlussnote erzielt wurde. Das Promotionsverfahren richtet sich aber immer nach der Promotionsordnung der Universität, an der Sie promovieren möchten. Da den Hochschulen für angewandte Wissenschaft (HAW) ein eigenes Promotionsrecht fehlt, kann eine Beteiligung der HAW am Promotionsverfahren nur in einem kooperativen Promotionsverfahren der Universität mit der HAW erfolgen. Informationen diesbezüglich bietet das Studienmanagement.

Weitere Informationen

Ich habe während meines Erststudiums an einer Verwaltungshochschule Anwärterbezüge erhalten. Muss ich diese mit Studienbeginn im MPA zurückzahlen?
Nach der maßgeblichen Verwaltungsvorschrift § 59 Abs. 5 BBesG soll auf die Rückforderung u. a. verzichtet werden, wenn ein Beamter ausscheidet, um durch ein Studium an einer wissenschaftlichen Hochschule oder externen Fachhochschule die Befähigung für eine andere Laufbahn des gehobenen oder höheren Dienstes zu erlangen, unter der Bedingung, dass er

  • nach Abschluss des Studiums und ggf. eines anschließenden Vorbereitungsdienstes unverzüglich in den   öffentlichen Dienst (§ 29 Abs. 1) eintritt,
  • nicht vor Ablauf von drei Jahren aus einem von ihm zu vertretenden Grunde wieder ausscheidet,
  • der früheren Beschäftigungsbehörde oder bezügeanweisenden Stelle seine berufliche Verwendung nach Abschluss der Ausbildung anzeigt,
  • bis dahin jede Verlegung seines Wohnsitzes mitteilt.

Für Absolventinnen und Absolventen der Verwaltungshochschulen in Baden-Württemberg ist in § 4 Abs. 2 Nr. 1 der Verordnung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft über Auflagen bei der Gewährung von Anwärterbezügen (AnwAuflVO) vom 14. Dezember 2011 folgendes bestimmt:

Erfolgt im Anschluss an den Vorbereitungsdienst keine Verwendung im öffentlichen Dienst aus Gründen, die der ehemalige Anwärter zu vertreten hat, führt dies nicht zu einer Rückforderung der Anwärterbezüge, wenn durch ein Studium an einer Hochschule die Befähigung für eine andere Laufbahn des gehobenen oder höheren Dienstes erlangt werden soll, unter der Voraussetzung, dass der ehemalige Anwärter

  • sich nach der Beendigung des Studiums und eines sich ggf. anschließenden Vorbereitungsdienstes rechtzeitig, ernsthaft und in einem zumutbaren Umfang um ein Beamtenverhältnis auf Probe bewirbt oder ein im angebotenes Amt annimmt,
  • nicht vor Ablauf von drei Jahren aus einem von ihm zu vertretenden Grunde wieder aus dem öffentlichen Dienst ausscheidet und
  • bis dahin jede Verlegung seines Wohnsitzes mitteilt.

Nach diesen Regelungen unterbleibt eine Rückzahlung der Anwärterbezüge, wenn nach dem Beenden des Erststudiums (z.B. in den Studiengängen „Gehobener Verwaltungsdienst – Public Management“ oder „Gehobener Dienst in der Steuerverwaltung“) ein Studium im Masterstudiengang „Europäisches Verwaltungsmanagement“ angehängt und somit die Qualifikation für den höheren Dienst erlangt wird.

Wie lässt sich das Studium durchführen, wenn man bereits verbeamtet ist und den Status nicht aufgeben möchte?
In Baden-Württemberg besteht die Möglichkeit, sich beurlauben zu lassen. Die Rechtslage in anderen Bundesländern muss individuell erfragt werden.

Besteht die Möglichkeit mit ehemaligen Studierenden in Kontakt zu treten, um über deren Erfahrungen zu sprechen?
Eine gute Möglichkeit zur Kontaktaufnahme ist der Alumni-Verein „European Masters Association e.V.“ Genauere Informationen zum Verein sind auf dessen Homepage zu finden.